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Warum Nähe etwas Gutes ist

Heute ist mir beim Durchforsten in den Tiefen des Internets diese sehr schöne Aussage begegnet, die es auf den Punkt trifft und alle Eltern bestärken soll, auf die innere Wahrnehmung zu hören.

Für alle, die in der Schule mäßig begabte Englisch-Lehrer hatten, eine kurze Übersetzung:

„Je mehr sich ein Kind seiner Mutter zugehörig fühlt, desto sicherer ist es in der Akzeptanz seiner Selbst und der restlichen Welt. Je mehr Liebe es erfährt, desto mehr kann es geben. Verbundenheit und Bindung ist so essenziell für die Entwicklung des Kindes wie Essen oder Atmen.“ Zit. Robert Shaw, M.D.

Ein Kind, insbesondere im Säuglingsalter, kann einfach nicht genug Liebe erfahren. Dabei wirkt die Tat um einiges mächtiger als das Wort. Durch die Nähe und enge Bindung, die Eltern eingehen, geben sie ihrem Kind das Ur-Vertrauen, worauf es sein Leben lang zurück greifen kann. Ein Kind, dass eine sichere Bindung erfährt, kann emotionale & gesunde Beziehungen aufbauen.

Dabei ist das mit der „Liebe“ gar nicht so schwer. Stichwort bedürfnisorientierte Erziehung oder auch „AttachmentParenting“ – dabei geht es im Kern darum, in dem kleinen Baby, dass da so munter vor sich hin schreit, keinen zukünftigen Tyrannen zu sehen, sondern ein Wesen, dass auf unsere Hilfe und unser Verständnis angewiesen ist, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Und diese Bedürfnisse lassen sich ganz einfach herunter brechen: Schlaf, Essen, Wärme, Körperkontakt. Je verlässlicher auf diese Bedürfnisse eingegangen wird, desto sicherer gebunden fühlt sich das Baby.

Tragen spielt dabei eine zentrale Rolle, denn durch die körperliche Nähe erfährt das Baby Sicherheit und weiß, dass es sich auf Mama, Papa oder die jeweilige Bezugsperson verlassen kann. Die Bewegung signalisiert dem Kind, dass es nicht allein und schutzlos zurück gelassen wird.

Das tollste beim Tragen ist, dass es Jeder machen kann – Eltern, Großeltern, größere Geschwister oder andere nah stehende Personen. Die Botschaft, die beim Kind ankommt, ist ganz klar: Ich darf immer dabei sein und erfahre aus der Sicht der Trageperson die Welt. Was für ein schönes Gefühl!

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